Die Folgen der „Nicht-Digitalisierung“ des Einzelhandels

Die Folgen der „Nicht-Digitalisierung“ des Einzelhandels

Viel zu lange bunte Fähnchen für die Helden des Handels

Werden digitale Einzelhändler die neuen Stabilisatoren von Arbeitsplätzen und Geschäften in den Städten?

Die Folgen der „Nicht-Digitalisierung“ des Einzelhandels

Viel zu lange bunte Fähnchen für die Helden des Handels

Werden digitale Einzelhändler die neuen Stabilisatoren von Arbeitsplätzen und Geschäften in den Städten?

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht: Der Digitalisierungsgrad der deutschen Verbraucher steigt ständig und liegt jetzt bei 58 von möglichen 100 Punkten. Das hat die Initiative D21 in ihrem lesenswerten „D21-Digital-Index 2019/2020“  im vergangenen Februar präsentiert – also noch vor den Corona-Veränderungen.

Trotz dieser bemerkenswerten Veränderungen treffen im deutschen „Einzelhandel“ Alltag hochmoderne Konsumenten auf vielerorts digital schwache Strukturen – und die Schere geht auseinander. Was bedeutet das für den Einzelhandel? Er steht zwischen den Fronten und an vielen Stellen wird er zerrieben.

2009 gingen bei Hertie die Lichter aus. Am Ende waren rund 2.600 Beschäftigte betroffen.

2012 folgte die Schlecker Pleite mit rund 20.000 Beschäftigten.

Und aktuell sprechen wir über Kaufhaus-Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof in 47 Städten. Zwischen 5.000 und 6.000 Beschäftigte trifft es eventuell.

Manche Experten sagen, die Konzerne haben den Erfolg des Onlinegeschäfts zu spät erkannt. Die gängige Lesart der Geschichte lautet so: Der Onlinehandel macht den stationären Handel kaputt. Damit verschwinden die Arbeitsplätze und die Innenstädte veröden.

Florian Kolf, Teamleiter Handel beim Handelsblatt, hob in seinem Kommentar vom 19. Juni hervor: „Und jedes der verbleibenden Warenhäuser braucht eine ausreichende Zahl an qualifizierten, gut bezahlten Mitarbeitern, denen es wieder Freude macht, die Kunden bei ihrem Kauf zu unterstützen. Denn das ist genau der Vorteil, den der stationäre gegenüber dem Onlinehandel hat: eine gute Beratung, gepaart mit Dienstleistungen und einer richtig gut gemachten Verknüpfung mit den digitalen Kanälen. Wenn das Unternehmen daran spart, hat es wirklich seine Zukunft verspielt.“.

Szenenwechsel: Im Jahr 2012 präsentierten die Sparkassen eine neue Folge ihrer TV-Kampagne mit der 08/15 Bank. In der legendären „Krisensitzung“ geht es dort um die Wahl zwischen guten Produkten, 16.000 Filialen und 130.000 Beratern gegenüber bunten Fähnchen.

Es lohnt sich, den alten Spot anzusehen. Die bunten Fähnchen haben gewonnen.

Laut dem anfangs erwähnten D21-Digital-Index ist es so, dass die digitalen Vorreiter mit rund 28 Millionen nun die größte Gruppe in Deutschland stellen. Diese gehen offen und souverän mit den Anforderungen sowie den Errungenschaften der Digitalisierung um – und sie haben ein durchschnittliches Haushalts-Nettoeinkommen von über 3.500 €.

Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21, sagt: „Eine deutliche Mehrheit bewertet die Auswirkungen der Digitalisierung auf die verschiedenen Bereiche des Lebens positiv – ob im medizinischen Bereich, dem Einkauf von Waren und Dienstleistungen, dem Bildungswesen oder der Arbeitswelt. Es gibt also eine messbare Lust auf die Digitalisierung!“.

SES-imagotag ist seit 30 Jahren der weltweite Partner des Einzelhandels, wenn es um die Digitalisierung von Prozessen, sowie die digitale Einbindung von Konsumenten geht. Kunden profitieren von den cloudbasierten Diensten, der stabilen Technologie und den zukunftsfähigen Produkt-Roadmaps.

Es ist das Ziel von SES-imagotag, den stationären Handel digital und zukunftsfähig zu machen – das moderne Warenhaus in der Innenstadt gehört ganz sicher dazu.

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